8:15 Uhr an diesem Sonntag-Morgen in Dortmund, mein Wecker klingelt. Einer meiner ersten Gedanken ist, dass ich in weniger als zwei Stunden bereits auf meinem Mountainbike sitze und mich bei rund 5°C über 50km durch Regen, Schlamm und Gegenwind kämpfe. An dieser Stelle fragen sich sicherlich einige Leute warum man sich so etwas antun sollte. Statt mich jedoch noch einmal umzudrehen stehe ich jedoch direkt gut gelaunt auf. Als ich gegen halb zehn in Regenklamotten mit meinem Bike das Haus verlasse ist meine Laune auf einem Level, dass man am besten mit ,,Yippie ya yay, Schweinebacke“ beschreiben kann. Während die anderen Teilnehmer der CTF Westfalen-Mitte um mich herum oft über Matsch und Dreck fluchen grinse ich eher noch breiter. Nach den ersten 20km beginnt es zu regnen und hört auch nicht mehr auf. Na und? Nach 30km habe habe ich das Gefühl so richtig mein Tempo gefunden zu haben. Auf den letzten 15km der CTF bläst der Wind konstant von vorne. Mein Kopf ist frei, ich bin dank passender Kleidung warm und trocken, anstatt runterzuschalten pack ich noch ne Schippe drauf. Radfahren ist so herrlich entspannend. Zuhause dusche ich direkt zweimal – einmal mit, und einmal ohne Klamotten. Jetzt sitze ich gemütlich mit einer Kanne Tee auf dem Sofa und bin so entspannt und mit mir und der Welt im Reinen, das würde kein Wellness-Programm der Welt jemals schaffen. Und genau aus diesem Grund werde ich nächsten Sonntag wieder früh aufstehen, gute Laune haben und biken – egal bei welchem Wetter (aktuell vorhergesagt ist übrigens Schnee(regen) und 0°C). Räder müssen sich drehen!
Die von mir gefahrene Strecke (Matsch-Version natürlich) gibts bei GPSies. Noch eine kleine Anmerkung: Es gab heute bei der 50er Runde nur eine einzige Fressstation (nach 33km), fand ich irgendwie nicht so prickelnd. Wenigstens zwei sollten schon drin sein. Hätte ich das vorher gewusst, dann hätte ich meinen Trinkrucksack auch richtig voll gemacht und noch ne Banane mitgenommen.








