Die Suche nach Abenteuer

MTB-Tour Reloaded

Mich kann ja grundsätzlich kein Wetter vom Fahrrad fahren abhalten, so auch heute der Regen nicht. Nachdem ich in den letzten Tagen eine Tour ausgeknobelt hatte die noch mehr Singletrails und Waldwege beinhaltet als die hier bereits vorgestellte MTB-Tour, wollte ich diese heute unbedingt ausprobieren. Hinzu kommt, dass ich es endlich geschafft habe meine Scheibenbremsen am MTB schleiffrei zu justieren, zudem habe ich gestern meine eher wenig griffige Schwalbe Hurricane Bereifung (47mm breit) gegen „richtige“ MTB-Reifen ausgetauscht da ich mit den Hurricanes einfach viel zu wenig Grip in matschigen Passagen hatte. Jetzt habe ich einen Schwalbe Smart Sam (54mm breit) vorne und einen Schwalbe Racing Ralph (57mm breit) hinten. Beide Reifen haben sich heute bestens bewährt und mich sehr positiv überrascht.

Entgegen meinen Befürchtungen haben die Reifen (besonders der Smart Sam) fast kein Abrollgeräusch. Obwohl ich in beiden Reifen nur 3 bar Reifendruck habe – sonst bin ich grundsätzlich alle Reifen immer mit Maximaldruck gefahren – rollen sie auch auf Teer noch recht leicht. Der größte Unterschied zu vorher ist allerdings, dass die neuen Reifen auf schlammigen, steinigen und anderweitig schlechten Wege fast genauso leicht rollen wie auf der Straße. Meine vorher relativ schmale Bereifung rollte immer holperig auf unebenen Abschnitten, in schlammigen Passagen sanken die Reifen ein und rollten sehr schwer, hinzu kam dass ich dort eher kontrolliert rutschte als dass ich fuhr. Mit den neuen Reifen jedenfalls fährt es sich wie auf Schienen, wo immer es auch langgeht. Es kann gut sein dass erfahrene Mountainbiker da anderer Meinung sind, gemessen an dem was ich bisher gefahren bin ist es jedenfalls so.

Nun aber zur Tour selbst: Größtenteils ging es wirklich über Stock und Stein, wer nicht ordentlich Profil auf den Reifen hat und die Tour nachfahren möchte sollte warten bis alles knochentrocken draußen ist. Eine Stelle war besonders knifflig: Fußballgroße Steine, starkes Gefälle, Abhang auf der einen, steile Böschung auf der anderen Seite. Dort wollte ich nun wirklich nicht bei dem vielen Regen mit dem Bike runter, vor allem hätte mich garantiert dort niemand gefunden wenn ich mich überschlagen hätte. Die Stelle habe ich in der Karte markiert, beim nächsten Mal werde ich sie direkt umfahren. Der Rest der Tour war meist sehr matschig und vor allem heute sehr nass, die Pfützen hatten oft die Größe eines mittleren Swimmingpools. Ab Kilometer 10 waren meine Regengamaschen bereits nicht mehr schwarz sondern braun und meine Schuhe waren völlig durchgeweicht. Spass hatte ich heute trotzdem ohne Ende und dazu noch meine Ruhe, die Begegnungen mit anderen Menschen lassen sich fast an einer Hand abzählen. Wer lieber durch den Wald als über gut ausgebaute Radwege fährt ist auf jeden Fall mit dieser Tour bestens bedient. Ich werde sie in Zukunft öfters fahren, das nächste Mal sobald meine Schuhe wieder trocken sind…

Zwei Fehler in meiner Ausrüstung sind mir heute noch aufgefallen:

  1. Ich brauche Regenüberzüge für meine SPD-Schuhe, vorerst werde ich wohl Gefrierbeutel zweckentfremden, hauptsache trocken
  2. Meine Regenjacke ist nicht wirklich dicht, sie weicht schnell durch. Vielleicht hilft eine Imprägnierung, da man in ihr aber auch tierisch schwitzt muss wohl endgültig eine neue her, hat für eine Discounter-Jacke erstaunlich lang gehalten.

Bilder gibt es heute nicht, denn es hat einfach zu viel geregnet um eine wasserempfindliche Digitalkamera mitzunehmen. Bei Gelegenheit werde ich natürlich noch welche nachreichen.

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