Die Suche nach Abenteuer

Garmin eTrex Vista HCx

Vor etwa einem 3/4 Jahr habe ich mich – nachdem ich es lange für unnötig gehalten habe – dazu entschlossen mir ein GPS zu besorgen. Für mich war wichtig dass es eine Kartendarstellung hat, auch während der Fahrt mit dem Fahrrad und mit Handschuhen gut zu bedienen ist (daher schieden Touchscreens aus), Regen problemlos aushält, keinen Spezialakku benötigt und gut mit meinem Mac zusammenarbeitet. Die Wahl fiel auf das Garmin eTrex Vista HCx. Damals war es für 199 € bei Amazon im Angebot, mittlerweile ist es auch schon etwas günstiger zu bekommen.

Die standardmäßig enthaltene Basiskarte ist nicht zu gebrauchen, da lediglich die größten Straßen eingezeichnet sind. Man kann jedoch über das Internet viele freie Karten (vor allem auf OpenStreetMap-Basis) beziehen, was den zusätzlichen Kauf von teuren Garmin-Karten überflüssig macht. Nachdem ich die erste Zeit eine „All in one Garmin Map“ benutzt habe, welche sich vom Design an Mapnik orientiert, habe ich bald zu einer speziellen Radkarte gewechselt, welche sich am Design von OpenCycleMap orientiert. Diese ist durch die deutlich hervorgehobenen Radwege für Radfahrer viel besser geeignet. Vor einiger Zeit habe ich auch bereits einen Blogeintrag dazu verfasst. Bis zur meiner Meinung nach besten Lösung um nach GPS zu radeln musste ich einige Dinge durchprobieren. Die wichtigsten Dinge will ich hier kurz erläutern um ggf. anderen Radfahrern den Umgang zu erleichtern.

Ich plane meine Routen fast immer vorher am Computer. Anschließend werden sie dann als Track auf mein GPS geladen. Hierbei ist die Begrenzung von 500 Punkten zu beachten. Diese Limitierung reicht aber immer noch für Strecken jenseits der 50km, zur Not kann der Track auch vor dem Upload auf das GPS komprimiert werden, es muss ja nicht jeder cm exakt erfasst sein.
Während der Fahrt benutze ich immer die Kartenansicht und schalte TrackBack für den Track den ich fahren möchte ein. Dies bewirkt, dass das GPS bei Abbiegungen einen Hinweis (Display an, auf Wunsch auch Töne) gibt. Als Zoomlevel wähle ich 30m, da man so auch im urbanen Gewirr bestens erkennen kann welche Abzweigung man nehmen muss. Zudem ist die Karte in Fahrtrichtung rotiert, denn das Display ist in der Höhe länger und man sieht mehr Strecke. Da mich aber ungenordete Karten verwirren wenn ich unterwegs spontan die Route umplane habe ich mein GPS so eingestellt, dass ab einem Zoomlevel von 80m die Karte wieder genordet ist. Eine weitere wichtige Einstellung ist, dass der elektronische Kompass ab einer Geschwindigkeit (bei mir 3km/h, eben schneller als „Stehen“) deaktiviert ist, was das GPS auch automatisch kann. Fahrräder haben nämlich die Eigenschaft (vermutlich durch das viele Metall) den Kompass zu verwirren, so dass die Richtungsbestimmung per GPS deutlich genauer ist. Dies ist insbesondere wichtig, da die Karte ja rotiert. Bevor ich losfahre warte ich immer bis sich das GPS einigermaßen auf die Position „eingependelt“ hat und lösche anschließend die vorher aufgezeichneten Tourendaten. So erspart man sich das Wollknäuel am Anfang der Tour. Die Trackaufzeichnung habe ich auf  Automatik gestellt mit normaler Aufzeichnungsrate. Als letztes habe ich noch die Aufzeichnung der Tourdaten auf der Speicherkarte aktiviert. Während die Aufzeichnung im internen Speicher begrenzt ist, kann das GPS auf die Speicherkarte gpx-Tracks schreiben bis diese voll ist. So können auch lange Radreisen zuverlässig dokumentiert werden.

Fazit: Mittlerweile will ich mein GPS nicht mehr missen. Auch bei komplett neuen und unbekannten Radtouren braucht man nie anhalten um sich zu orientieren, man braucht keine Papierkarte die im Regen durchweicht (obwohl man zur Sicherheit eine dabei haben sollte) und die Genauigkeit mit der die gefahrenen Touren dokumentiert werden ist unübertroffen.

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