Die Suche nach Abenteuer

Der eine Gang und das Meer

Relativ spontan war ich dieses Wochenende mit Bekannten in Belgien unterwegs. Von Freitag bis Sonntag sind wir von Brüssel aus über Gent und Brügge bis Oostende gefahren und haben unterwegs gezeltet. Da Flandern sehr flach ist habe ich mich dazu entschlossen mit meinem Singlespeed zu fahren. Das hat trotz der geschätzten 15kg Gepäck und teilweise sehr kräftigem Gegenwind überraschend gut geklappt.

Entgegen der bescheidenen Wettervorhersage hatten wir wenigstens Freitag sehr gutes Wetter. Am Samstag sind wir bis auf einen kurzen Schauer auch trocken geblieben, Sonntag war dann konstant Nieselregen angesagt. Zu sehen gab es viel, vor allem Unmengen alter Gebäude. Auch die neueren Gebäude waren oft sehenswert. Entweder sind belgische Architekten kreativer oder es liegt an geringeren behördlichen Beschränkungen, denn es sah kaum ein Haus aus wie das andere. Das fiel auch besonders beim Grenzübertritt zurück nach Deutschland auf, denn plötzlich sah wieder alles so einheitlich aus.

Vom etwas chaotischen Verkehr in Brüssel mal abgesehen waren die Radwege größtenteils einfach super ausgebaut, oft gab es sogar nur Radwege und gar keinen normalen Bürgersteig 😉 Außerdem war fast jede Einbahnstraße unecht, konnte also auch in Gegenrichtung mit dem Fahrrad befahren werden. Auch das Radverkehrsnetz ist ziemlich gut organisiert. Es besteht aus zahlreichen nummerierten Knotenpunkten an denen man sich entlanghangeln kann. Allerdings gibt es bei diesen Strecken auch ein paar faule Eier, konkret mehrere Kilometer Kopfsteinpflaster oder mal einen Singletrail. Am besten war die Strecke von Brügge nach Oostende ausgebaut: Fast durchgängig astreiner Asphalt und am Kanal entlang, so dass man auch eigentlich nie bremsen musste. Als Ergebnis sind wir dann auch einen Schnitt von fast 20 km/h gefahren.

Pannen gab es keine, alles hat bestens funktioniert. Das einzige was mich gestört hat war das viele Kondenswasser in meinem Zelt (tropfte teilweise schon von der Decke). Außerdem habe ich dummerweise in Gent meine Digitalkamera geschrottet, daher musste ich die Nachtaufnahmen in Brügge mit meinem Handy machen. Schade, eigentlich hatte ich extra dafür die richtige Kamera mitgenommen 😦

Flandern ist auf jeden Fall sehenswert. Mein nächster Radurlaub wird allerdings definitiv nicht mehr an irgendwelchen Kanälen verlaufen und auch nicht flach sein, davon hab ich jetzt genug. Mir schwebt irgendwas Richtung Alpen oder Ardennen / Wallonien vor, mal sehen…

Strecken:
Freitag, Brüssel – Zele (65km)
Samstag, Zele – Gent – Brügge (80km)
Sonntag, Brügge – Oostende (32km)

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