Die Suche nach Abenteuer

Frankreich Woche 1

30.06.2012 bis 06.07.2012, Kanutour von Digoin bis Decize, 85km

Samstag: Nach 15h Busfahrt trifft unser Bus mit reichlich Verspätung in Digoin, dem Ausgangspunkt der Kanutour ein. Das Wetter ist super und mit der Gruppe werden ein paar Paddel- und Kenterübungen gemacht. Zum Schluss lag fast jeder mindestens einmal im Wasser. Abends regnet es, später fängt es an in Murmelgröße zu hageln. Zelte und Tarp stecken das problemlos weg.

Sonntag: Morgens regnet es noch, dann ist das Wetter zwar bedeckt aber trocken. Abends campen wir auf einem Naturcampingplatz in der Nähe von St. Agnan und kochen über dem Lagerfeuer.

Montag: Mir geht es richtig schlecht, irgendetwas ist mir nicht bekommen. Das Wetter ist ziemlich gut, wir paddeln bis zum Campingplatz in Diou. Abends habe ich Fieber. Ich gönne mir eine ausgiebige Dusche und gehe sehr früh schlafen.

Dienstag: Keine Wolke am Himmel, es ist drückend heiß, die Temperatur dürfte bei um die 30°C liegen. Ich bin ziemlich k.o. aber sonst wieder fit. Abends schlagen wir unsere Zelte auf einer großen Sandbank in der Nähe von Bourbon-Lancy auf. Es ist so heiß, dass ein Reifen an einem Bootswagen der in der Sonne liegt platzt. Der Sand ist so heiß, dass man nicht ohne Schuhe auf ihm laufen kann.

Mittwoch: Ein ,,Pausen-Tag“. Es ist wieder bewölkt. Um einzukaufen paddele ich zusammen mit dem anderen Tourbegleiter ein Kanu ca. 1,5km flußaufwärts, bei der Strömung eine mords Arbeit. Mittlerweile ist es wieder sehr heiß. Den defekten Reifen am Bootswagen habe ich provisorisch mit Grasbüscheln ausgestopft und auf ihm schieben wir unser Boot 20min an einer Straße entlang zu einem Aldi. Eigentlich wollten wir im Intermarché einkaufen aber wer hätte gedacht, dass französische Supermarktketten Mittagspausen haben? Auf dem Rückweg gibt das reparierte Rad entgültig auf. Zum Glück haben wir ein paar Helfer dabei die uns helfen den Einkauf zu tragen, wir tragen das Boot. Als wir grad zu einem Eis eingeladen werden sehen wir eine schwarze Wolkenfront genau auf uns zukommen. Also sprinten wir mit dem Kanu in der Hand zum Fluß und paddeln mit Vollgas zum Camp. Grad noch rechtzeitig können wir die Zelte und das Tarp vor dem aufkommenden starken Wind schützen, der Regen zieht zum Glück größtenteils vorbei. Abends ist das Wetter wieder besser und als ich im Dunkeln an der Loire stehe und meine Zähne putze sehe ich in der Entfernung Wetterleuchten.

Donnerstag: Dauerregen. Trotz Regenkleidung sind wir alle irgendwann durchgeweicht, es regnet so stark, dass wir mit Tassen das Wasser aus den Kanus schöpfen um nicht unterzugehen. Anstatt wie geplant bei Thareau zu lagern beschließen wir weiterzufahren. Allerdings finden wir über weite Strecken keine Sandbank die nicht von Kühen in Beschlag genommen wird. Später haben wir aber dann doch noch Glück. Das Wetter ist wieder trocken und der Sonnenuntergang ist wie aus einem Bilderbuch.

Freitag: Wir mussten nur eine ziemlich kurze Strecke paddeln um unser Ziel – Decize – zu erreichen. Mit dem Fahrrad flitze ich kreuz und quer durch die Stadt auf der Suche nach Crocs oder Neoprenschuhen und werde schließlich in einem Baumarkt fündig. Abends paddele ich mit einem anderen Tourguide zum Wehr um mir die Umtragestelle für die Tour des nächsten Tages anzusehen. Von dort aus sehen wir einen Regenbogen vor dunklen Regenwolken unter dem mehrere Vogelschwärme entlang fliegen. Wo ist eigentlich meine Digitalkamera wenn ich sie mal wirklich brauche? Ein schöner Abschluss für die erste Tour.

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