Die Suche nach Abenteuer

Frankreich Woche 4 1/2

28.07.2012 bis 01.08.2012, Familien-Camp in Decize, 20km Kanu

Samstag: Eigentlich hätte ich heute mit dem Bus zurück nach Deutschland fahren sollen. Allerdings werde ich noch ein paar Tage im Camp gebraucht, dieses mal jedoch im Familien-Camp und nicht wie zuvor bei den Erwachsenen.. Ein bisschen frei, ein bisschen Stress, genau wie die letzten Samstage auch.

Sonntag: Mit den Kids bauen wir ein Floß, spielen Piraten, paddeln in 1000 Richtungen auf dem Aron rum und suchen einen Schatz den ich morgens noch schnell versteckt habe. Anschließend steht wieder die beliebte Erfrischung durch Kenterübungen an. Abends habe ich etwas Zeit und paddele zu einer Sandbank um mal etwas Ruhe zu haben. Auf dem Rückweg liegt eine flache Nebelschicht auf dem spiegelglatten Wasser, so dass das Wasser aussieht wie Eis.

Montag: Während die Eltern eine gesonderte Tour machen bin ich mit dafür zuständig, dass die Kinder sich in kleinen Wettkämpfen im Camp gegeneinander messen können.

Dienstag: Wieder einmal steht die Kanutour von Thareau nach Decize an, für mich mittlerweile das vierte mal. Obwohl es die Familientour ist kommen wir deutlich flotter voran als gedacht.

Mittwoch: Heute geht es zurück nach Dortmund. Um 5:30 Uhr klingelt der Wecker. Wir sitzen schon im Auto und wollen vom Campingplatz fahren als uns einfällt, dass das Tor noch verschlossen ist. Die Zeit ist schon recht knapp, also springen wir auf die Fahrräder und rasen im Eiltempo zum Bahnhof, gerade noch geschafft. Etwas wehmütig steige ich in den Zug nach Nevers. Ich freue mich aber gleichzeitig schon sehr auf Skandinavien. In Nevers steige ich in einen Schnellzug nach Paris Bercy um. In Paris habe ich insgesamt 2 Stunden Zeit um von Bercy zum Gare du Nord zu gelangen. Mir wurde gesagt, das sei knapp wenn man sich nicht auskennt. Die Metro ist laut, rumpelt und die Türen gingen auf bevor der Zug überhaupt richtig zum Stillstand gekommen war. Die engen Gänge der komplett mit Fliesen ausgekleideten Stationen erinnern mich an ein Schlachthaus. Ich schaffe es in 50min. Da ich mit meinem vielen Gepäck und in der knappen Zeit keine großen Wanderungen unternehmen will schlage ich die restliche Zeit im McDonalds vor dem Bahnhof und in der Bahnhofshalle tot. Ich bin froh, als ich endlich im Thalys nach Köln sitze. Nach etwas über einer Stunde Fahrt bin ich bereits in Brüssel. Als ich in Köln in den überfüllten und verspäteten RE nach Dortmund steige kommt mir das irgendwie so surreal vor. Morgens war ich schließlich noch mitten in Frankreich. Noch komischer wird das Gefühl als ich Abends im West-Center in Dortmund einkaufe. Als wäre ich plötzlich auf einem fremden Planeten. So viele hektische Menschen und unzufriedene Gesichter habe ich in Frankreich nie gesehen. Ich plane noch die Route für Skandinavien, überprüfe meine Ausrüstung und liege erst sehr spät im Bett

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