Die Suche nach Abenteuer

Donnerstag 30.08.2012

Morgens sieht es nach Regen aus. Um mein Zelt nicht nass abbauen zu müssen beschließe ich mich etwas zu beeilen. Während ich frühstücke läuft ca. 20m westlich eine ganze Herde Rentiere an meinem Zelt vorbei. Fast alle haben dunkles Fell, zwei sind aber nahezu komplett weiß. Ich schaffe es mein Zelt trocken abzubauen und als ich etwas in Gedanken mein Fahrrad belade und aufschaue bekomme ich einen ganz schönen Schreck: Dieselbe Rentierherde wie vorhin steht maximal 5m von mir entfernt und ich habe sie nicht kommen hören. Als ich beginne meine Kamera rauszukramen gehen sie leider wieder auf Abstand.

Ich sitze schon früh im Sattel und nach wenigen km beginnt es leicht zu regnen. Ich ziehe eher präventiv meine Regenkleidung an – es regnet wirklich nicht stark – und kaum habe ich sie an hört es auch schon wieder auf zu regnen. Nur der Wind bleibt, der kommt mal wieder von vorn und zwingt mich dazu sehr kleine Gänge zu fahren. Kurz darauf kommt eine Wolke auf mich zu die aussieht, als käme sie direkt aus Mordor, wenig später bekomme ich einen Platzregen ab, der gefühlt waagerecht von vorne auf mich einprasselt. Gut, dass ich die Regenkleidung nicht wieder ausgezogen hatte. So geht es den Tag über noch ein paar Mal, bei den nur kurzen Schauern hält meine Jacke zum Glück dicht und zwischen den Schauern ist immer genug Zeit, dass meine Jacke wieder einigermaßen trocknen kann.

Das Fahren läuft heute wie geschmiert was aber nicht weiter verwundert, es geht ja auch überwiegend bergab. Nur bei der Suche nach einem schönen Zeltplatz beobachte ich das selbe Phänomen wie schon so oft auf dieser Tour: Wenn ich keinen suche sehe ich unzählige perfekte Plätze, sobald ich aber beginne zu suchen kommt keiner mehr.

Nach fast 10km Suche bin ich schon so nah an Idre herangekommen, dass es langsam knapp wird. Kurzerhand fahre ich einfach in einen offensichtlich schon länger nicht mehr genutzten Forstweg und finde ein paar Meter abseits davon eine kleine Lichtung mitten im Wald, wo ich mein Zelt aufbaue. Während des Aufbaus treiben mich Scharen von Knots zur Verzweifelung. Kurz nachher beginnt es zu regnen. Meine Sachen sind alle trocken im Zelt, die Knots sind verschwunden, ich sitze im Zelt, esse bis ich fast platze und höre zu, wie der Regen auf mein Zelt prasselt. Ich fühle mich ein wenig als ob ich krank werde, hoffentlich ist das aber nur Einbildung. Ich bin die letzten Tage wohl einfach zu wenig Fahrrad gefahren um mich richtig wohl zu fühlen 😉

40km 50hm

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