Die Suche nach Abenteuer

Rückreise

Als ich früh morgens aufwache ist aus den Zelten um mich herum maximal ein Schnarchen zu hören. Außerdem ist es ziemlich kalt geworden, es gibt also wohl gutes Wetter. Kurz später sehe ich durch einen der Lüfter die Sonne, ich bleibe erstmal liegen und warte, bis die Sonne beginnt mein Zelt durchzuwärmen. Außer Sachen packen und in den Bus steigen habe ich heute nichts zu tun und dafür habe ich auch noch zig Stunden Zeit.

Nach einer langen warmen Dusche – völlig unnötig aber ein netter Luxus – steht mein Zelt genau in der Sonne, der Himmel ist strahlend blau. Ich frühstücke in Ruhe, der Spiritus reicht wirklich genau noch für eine Tasse Tee und nach dem Frühstück sind Müsli und Milchpulver auch genau aufgebraucht. Nachdem mein Trangia lupenrein geschrubbt ist schaue ich der Reisegruppe von nebenan beim Abbau zu. Mein Zelt baue ich erst ab, als es wirklich bis in die letzte Faser trocken ist. Ebenfalls durchgetrocknet sind mein Handtuch, sämtliche Lappen und sogar der Wasserfilter. Trotzdem habe ich noch viel Zeit totzuschlagen bis der Bus kommt und beim warten habe ich ein komisches Gefühl im Bauch.

Als der Bus kommt ist das Gefühl aber weg und ich bin froh, dass die Warterei und das Zeit-totschlagen der letzten Tage ein Ende hat und endlich wieder was passiert. Aus dem Bus steigen noch zwei weitere Bekannte aus Frankreich. Die Welt ist eben klein und man sieht sich immer zweimal 😉

Im Bus fühle ich mich ziemlich unwohl. Es ist eng, laut, die Luft ist schlecht. So ziemlich das Gegenteil der letzten vier Wochen eben. Als noch weitere Gäste zusteigen wird es dann richtig eng, im ganzen Bus gibt es nur noch einen einzigen freien Platz. Ich lehne mich mit meinem Schlafsack als Kissen ans Fenster und schaffe es überraschend gut zu schlafen.

Früh morgens wird geweckt, bei der Fährfahrt nach Puttgarden müssen nämlich alle Fahrgäste den Bus verlassen. Vom Schiff aus sehe ich den Sonnenaufgang hinter einer ganzen Batterie von Windkrafträdern. Beim Gedanken bald wieder in Deutschland zu sein fühle ich mich etwas unwohl. In Deutschland ist alles so zugebaut, künstlich, unnatürlich, man fühlt sich nicht so frei.

Kaum sind wir über die Grenze fangen um mich herum alle an mit ihren Smartphones im Internet zu surfen und zu telefonieren. Bisher hörten die meisten damit nur Musik. Ist mir alles im Moment irgendwie unverständlich. Ich war froh meine Ruhe zu haben und werde versuchen, mir das so lange wie möglich zu erhalten.

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