Die Suche nach Abenteuer

Wochenende

Gelert SoloDieses Wochenende habe ich endlich mal wieder in einem Zelt geschlafen. Allerdings nicht in meinem großen Nordisk sondern zum ersten mal in meinem Gelert Solo. In dieses 1-Mann Zelt passe ich wirklich nur so gerade eben. Man kann darin nicht sitzen und sich nur mit viel Akrobatik an- und ausziehen. Es ist einfach als Alternative zum Biwaksack gedacht und bietet immerhin ein wenig mehr Komfort. Der Rucksack (60l+10l) ließ sich problemlos unterbringen indem ich ihn auf der Seite ohne Eingang in die Apsis gelegt habe. So war er zwar etwas umständlich zu erreichen aber mit etwas Vorausdenken klappte das. Die Wanderschuhe und etwas Kleinkram hatten in der Apsis mit Eingang genügend Platz.

Vorteilhaft wäre in dem Zelt ein Schlafsack der genau wie der Eingang nach rechts geöffnet ist, denn über den Schlafsack zu krabbeln und dann von links einzusteigen war etwas umständlich. Aber mein Sommerschlafsack hat zum Glück den RV rechts, passt also bei wärmeren Temperaturen. Gegenüber dem Originalzustand habe ich das Zelt noch etwas modifiziert. Die viel zu dicken originalen Sturmleinen habe ich gegen dünnere, reflektierende getauscht mit praktischen ClamCleat Line-Lok Leinenspannern versehen. Das etwas empfindlich anmutende Fiberglasgestänge habe ich durch ein Alugestänge ersetzt. Aktuell bringt das Zelt 1291g ohne Heringe auf die Waage, mit Alu-Heringen liegt das Gesamtgewicht also bei etwa 1,5kg.

Bis jetzt bin ich ziemlich begeistert von dem Zelt. Obwohl es wirklich winzig ist bekommt man alles unter, kann relativ komfortabel Schlafen und die Menge an Kondenswasser war überraschend gering. Es steht sehr stabil, bietet dem Wind wenig Angriffsfläche und weil es so klein ist wird es auch sehr schnell von der Körperwärme aufgeheizt. Definitiv ein gutes Zelt für verhältnismäßig kleines Geld.

Die eigentliche Wochenend-Beschäftigung war ein wenig Fortbildung und Erfahrungsaustausch über verschiedenstes Outdoor- und Reise-Know-How. Am wichtigsten war die regelmäßige Essenszubereitung auf Feuer und Spirituskochern. Dabei entstanden Kreationen wie mehrschichtiger Nachtisch mit selbst geschüttelter Sahne (mit Hilfe von einer kleinen PET-Flasche und ein paar Kieseln), Brot, Zimtschnecken und noch ein paar andere Sachen, die man nicht direkt bei einer Outdoor-Küche erwarten würde. Außerdem habe ich viel Sonne abbekommen und ganz viel Rauch vom Lagerfeuer. Auf der Rücktour nach Dortmund hatte ich Angst im Vorbeigehen Rauchmelder auszulösen 😉

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