Die Suche nach Abenteuer

Expeditionsbiken

Jetzt wohne ich schon über einen Monat in Kassel und bin noch nicht einmal dazu gekommen Mountainbike zu fahren. Eigentlich wäre auch dieses Wochenende verplant gewesen, aber ich habe es bei dem schönen Wetter einfach nicht ausgehalten, meine Pläne umgeworfen und bin heute eine Runde biken gewesen. Die Tour war ein ziemlicher Hammer!

Ich war noch nicht weit gefahren, da war ich auf dem Schmugglerpfad unterwegs. Was unspektakulär als einfacher Singletrail anfängt wird kurz später sehr spaßig. Steile Abfahrten, eine Holzbrücke, Spitzkehren steil bergauf und weiter über schön flowige Trails. Scheinbar habe ich den richtigen GPS-Track aus dem Netz heruntergeladen. Etwas Gewusel über Straße und Schotterpiste später kommt aber der erste weniger tolle Teil: Der ,,Weg“ ist eigentlich nur ein hoher Streifen Wiese. Egal. Kurz später kommt dann ein fast unpassierbarer Abschnitt: Von Gras überwucherte und damit unsichtbare dicke Äste, dichtes Gestrüpp rechts, links, oben, unten, der ehemalige Weg lässt sich nur erahnen. Weiter über Waldautobahn, Radweg und wieder ganz viel Waldautobahn. Dann scheinbar der nächste Trail, nach einiger Strecke stehe ich jedoch in brusthohem Gras, der Boden ist extrem uneben, ich muss mein Bike tragen, tausende stachelige Himbeerranken in Schienbeinhöhe, ich bin etwas am fluchen denn ich habe nur eine kurze Hose an. Irgendwann tauche ich dann mitten aus dem Wald wieder auf, Waldautobahn. Mittlerweile ist die halbe Tagesdistanz geschafft. Dann die große Überraschung: Der Schlupfgrabenpfad. Ein ziemlich langer, wunderschöner und teilweise recht anspruchsvoller Singletrail der mit schmalen Holzbrücken keine Ahnung wie oft (so sieben bis acht mal glaube ich) einen kleinen Bach kreuzt. Fahrspaß pur. Anschließend geht es auf einem deutlich leichteren Trail wieder bergauf und ein gutes Stück über Waldautobahn weiter bis ich zu einem Trail komme, der diverse Kilometer direkt an der Fulda entlang verläuft.

Obwohl heute Sonntag und schönes Wetter war treffe ich im Wald kaum auf Menschen. Da muss man sich erst dran gewöhnen, in der Bittermark hätte man sich unter solchen Bedingungen den Daumen wund geklingelt. Von den zwei etwas grauseligen Stellen mal abgesehen eine absolut großartige Tour. Aber die Stellen kann ich ja demnächst umfahren…

Den GPS-Track zur Tour gibt es hier.

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