Die Suche nach Abenteuer

Durch die Hölle in die Schweiz

Während die Sonne als dunkelroter Ball über den Horizont klettert futtere ich mein Müsli und stelle fest, dass Kaffeeweißer kein guter Ersatz für Milchpulver ist. Schnell ist alles gepackt und gegen 6 Uhr wandere ich los.

Den ersten Zwischenstopp lege ich am Frau-Holle-Teich ein, wo ich meine Wasservorräte auffülle. Nach einiger Zeit erreiche ich den Waldrand und die Felder, die ich in Richtung Höllental durchqueren muss. Obwohl es erst um 8 Uhr herum ist, die Hitze ist schon ganz ordentlich. Ich bin daher relativ flott unterwegs um wieder im Wald verschwunden zu sein bevor die Mittagshitze kommt. Gegen 10 Uhr bin ich dann schon bei einem Rastplatz im Höllental. Irgendwie ist mir aber noch nicht so recht nach Pause, schließlich habe ich zwar schon 15km geschafft, aber noch 10km vor mir. Nach einem kurzen Imbiss geht es also weiter in Richtung der nächstgelegenen Brücke über die Werra. Schnell ist sie überquert und nach ein paar Metern auf einem Radweg bin ich wieder im Wald. Und tierisch ko bin ich, denn es ist mittlerweile auch im Wald drückend warm. Eigentlich hatte ich geplant auf der nächsten schattigen Bank eine Pause einzulegen, dummerweise kommt aber keine. Ich lege mich daher irgendwann einfach mal eine Stunde auf einen dicken Buchenstamm, der am Wegesrand liegt. Leider habe ich auf dem Weg Richtung hessische Schweiz auch nach der Werra kein Wasser mehr gefunden. Wegen der sehr warmen  und schwülen Temperaturen neigt sich mein Wasservorrat daher schnell dem Ende zu. Ich rationiere also stark.

Irgendwann habe ich es dann geschafft und bin oben. Zunächst auf der Hörne. Dann geht es aber nochmal ein Stück bergab, bevor der letzte, dafür sehr heftige Anstieg zum Aussichtspunkt ,,Schöne Aussicht“ kommt. Der Weg und vor allem später auch der Ausblick entschädigt aber für die Strapazen. Ich habe 25km geschafft und bin ordentlich fertig. Wegen des Wetters habe ich das Gefühl am ganzen Körper zu kleben. Die Regenwolken die kurz zu sehen waren ziehen aber leider unverrichteter Dinge wieder ab, eine Dusche hätte ich gut gebrauchen können. Da ich nur noch sehr wenig Wasser habe fällt das Abendbrot aus, denn zum kochen und vor allem auch zum verdauen braucht man Wasser. Trotzdem glücklich und mit einer mordsmäßigen Aussicht verschwinde ich in meinem Schlafsack.

Achja: Direkt von meinem Schlafplatz aus konnte ich ein paar Falken beobachten, die absolut unglaubliche Flugmanöver hingelegt haben!

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